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Typo-Surprise in THE NEW YORKER

Wo gibt es denn sowas: spannende Politthriller-Details rund um Typografie und Schriftarten? Nun, das gibt es in der Juli-Ausgabe des „NEW YORKER“. Dort schreibt Ross Arbes über ein ganz besonderes Erlebnis des niederländischen Schriftdesigners Lucas de Groot.

Lucas d Groot gestaltete nicht nur die Hausschriften des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, des Fernsehsenders ARD, des Computerherstellers Sun Microsystems, der SPD und der deutschen Tageszeitung taz und der deutschen Wochenzeitung „Jungle World“ – sondern auch die Microsoft-Schrift Calibri.

Calibri sample01

Und eben diese Calibri ist überraschenderweise Teil des aktuellen Korruptionsskandals um den pakistanischen Ministerpräsidenten Nawaz Sharif. Der Autor des NEW YORKER beschreibt sehr schön die Kapriolen um möglicherweise entlastende Dokumente, die in der Schrift Calibri gesetzt sind – allerdings noch bevor diese Schrift offiziell erhältlich war. Aha! Und wie es sich für einen interessierten Journalisten gehört, ruft er mal kurz beim Designer an, um näheres zu erfahren. Lucas de Groot spricht ganz nebenbei über Details seiner Schrift Calibri und deren Entwicklung.

Online findet man den Artikel hier.

Ach ja, eine abschließende Typo-Empfehlung für das Abdankungsschreiben von Donald Trump hat Lucas de Groot ebenfalls:

„A resignation letter by Trump should be in black capitals—loud. You need Franklin Gothic extra bold, I think.“

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