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Gamescom 2011 – Ein Azubi auf Abwegen

Jeder wird es irgendwie mitgekriegt haben: vom 18. bis zum 21. August fand die Gamescom 2011 in Köln statt. Verständlich, dass ich beschließe, der Messe einen Besuch abzustatten (wenn man damals schon nicht nach Leipzig durfte).

6.30 Uhr: wer zur Hölle ist auf die Idee gekommen, SAMSTAGS so früh wie möglich nach Köln zu reisen? Mies gelaunt hau ich also auf meinen Wecker, schlurfe ins Bad, danach in die Küche. Frühstück? Naja, ein paar mal am Brötchen knabbern trifft’s eher.
Es folgt: Tasche packen. Unendlich Mengen an Süßkram (bestehend aus: Mikado-Schokostäbchen, Haselnuss-Schoko-Cookies und last but not least drei Broten mit Nutella xD), 1L Wasser und 1L Cola. Also meinem Kreislauf dürfte nichts passieren.

7.30 Uhr: Abholung des Freundes in Boele. Hoffen wir mal, dass er die Karten nicht verdasselt hat. Navi einprogrammieren und ab geht’s Richtung Autobahn.
Gut, wir sind also laut Anzeige knapp eine Stunde unterwegs. Liegen somit im Timing, da der Rest um 9.00 Uhr am Eingang auf uns warten wird… so zumindest der Plan. Die ersten „Ich hab keinen Bock“-Kommentare dürfen hier auch nicht vergessen werden.

ca. 8.30 Uhr: Ankunft in Köln. Ein kleiner Stau bedingt durch einen Unfall (4 Fahrzeuge). Die Leuchttafel hat gesagt „Gamescom-Besucher bitte Köln Arcaden anfahren“. Ähm… wohin? Fahren wir also einfach mal nach Schildern, oder einfach dem zweiten Streifenwagen hinterher. Cool.. Begleitservice :D

ca. 8.50 Uhr: Parkplatzsuche. Wie gesagt, fahren wir nach Schildern… Endlich die Auffahrt gefunden. Es erinnerte mich ein wenig an den Parkplatz in Frankfurt, nur mit mehr kleinen Steinchen. 8 Euro hingeblättert, eingewiesen, angekommen. Orientierungslos, wie man meistens ist, folgen wir der Masse. Die wissen schon wo’s langgeht.
10 Minuten Fußmarsch, Ankunft Eingang Nord. Von den drei anderen keine Spur – hinterher telefonieren. Sie befinden sich noch im Zug und sind gleich da *schmunzel*

9.30 Uhr: Der Rest ist immer noch nicht angekommen, der erste Ansturm an Menschen ist bereits im – ich nenne es mal – Foyer zur Bändchenausgabe („Ohne Bändchen keine Spiele“). Gut, Freund geschnappt, reingetappst – bwäääääääh, warm. Und das morgens! Gut, wer auf die Gamescom will, muss leiden. Also anstellen und Ausweis raus – sonst gibt’s kein USK 18-Bändchen. (Eigentlich eine komische Vorstellung, mit einem USK-Bändchen rumzulaufen…)
Das Foto unten zeigt den Eingang mitsamt dem Hinweis „Bändchenausgabe“: Grün für USK 12, Blau für USK 16 und Rot (eher Orange…) für USK 18.

10.00 Uhr: Der Rest von uns kommt an. Sehr pünktlich, wenn man bedenkt, dass sie auf uns warten wollten :D Da es am Bahnhof schon Bändchen zu erwerben gab, rein ins Foyer, ab zu den Schranken. Nächstes Problem: Kopie der Karte funktioniert bei zweien der Gruppe nicht. Die beiden mussten ihre Kopie also neu ausdrucken, damit sie reinkönnen.
Mein Freund, ein Kollege und ich standen schon drin und was ist das erste, das man nach zwei Stunden macht? Richtig! Die Toiletten aufsuchen :D Also, Klo suchen, auf den Rest warten, Halle 1 – 10 abklappern.

Erstaunlicherweise muss ich sagen, dass ich mir die Hallen deutlich wärmer vorgestellt habe und vor allem voller. Ich war positiv überrascht: angenehme Temperatur, wenig Gedrängel (was sich dann im Laufe des Tages änderte: viel Gedränge und Stellen, an denen man nicht wusste, ob man nur guckt oder an einem Stand ansteht). Faszinierend.
Manche Besucher hätte ich eher auf einer Anime- / Comicmesse erwartet: Kostüme von Spielecharakteren. Die Geduld hätte ich nicht.. und dann nur für einen Tag? Jedem das Seine.

Mittags: Mittlerweile haben wir Halle 6 – 10 durch. Das Wunschspiel Gears of War 3 immer noch nicht gefunden (woher soll man auch wissen, dass man in Halle 8 dreimal dran vorbei gelaufen und das Hinweisschild recht unauffällig ist?). Man trennt sich also wieder und zieht in einer Dreiergruppe durch die nächsten Hallen, die anderen beiden suchen weiter nach Gears of War 3.

12.30 Uhr: Wir suchen den Rest von uns. Hier klärt sich, wo sich GoW 3 (s. oben) versteckt hat. Da sich bei meinem Freund und mir langsam eine „Ich will nach Hause“-Stimmung ankündigt, verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg zum Parkplatz. Wieder zum Eingang Nord also. Karte an die Schranke halten und… ähm, wie kommen wir wieder raus? Durch die Eingangstüren geht’s nicht, da stehen schon die nächsten Schlange. Wieder das Masse folgen. Wo ist der Ausgang??? Rausgekommen sind wir durch einen Hinterausgang, top secret wie Hollywoodstars. :D

Hier noch einige Eindrücke in Farbe und bunt:

Artworks:

Battlefield

Es gab noch drei weitere von „Alice – Madness Returns“. Und sie waren alle toll; aber wohl nicht käuflich zu erwerben.

Waffenmodell + Casemodding (oben):

Hierbei handelt es sich um die Hauptwaffe des Spiels Gears of War. Es nennt sich – im engl. Original – Chainsaw-Bajonett. Links darüber kann man eine gemoddete Xbox 360 sehen. (mehr von Calibur11 HIER)

Fazit:
Enttäuschungen gab es beim Zurechtfinden in den Hallen selbst. An jedem Halleneingang hing zwar ein Plan, was wo zu finden ist, allerdings beschränkte sich dieser auf Getränkestände, Erste Hilfe, Toiletten etc. Man wusste also nicht wirklich, was einen z.B. in Halle 6 erwartete. Es waren eher Zufallsentdeckungen.

Aufgrund der langen Wartezeiten an den „Zockerplätzen“ (unter anderem bis zu 8 Stunden!) habe ich keinen großen Einblick in aktuelle Neuerscheinungen erhalten können, weil mir die Messe an sich wichtiger war als zu zocken. Alternativ dazu gab es Großleinwände, auf denen man am entsprechenden Stand diverse Game-Trailer oder Competitions betrachten konnte (wahrscheinlich auch das Call of Duty: Black Ops-Turnier. Das Spiel an sich war für die u18-Besucher allerdings nicht einsehbar).
Was mich an der Organisation auch ein wenig störte, war, dass man an manchen Ständen nicht wusste, ob die Leute nun anstehen, sich nur umgucken oder weitergehen wollten. Die Wartebereiche hätten meiner Meinung nach etwas deutlicher werden können. Des Weiteren standen mitten in der Halle Stromkästen (? ich weiß nicht, was es war. Auf jeden Fall ca. 1,55 m hohe rote Blechkästen, vor die man vorlaufen kann, wenn man sie nicht rechtzeitig entdeckt!). Da wären Hinweisschilder oder Absperrungen gut gewesen.

Alles in allem ein gelungener Besuch. Müsste ich Punkte vergeben, käme ich wohl auf 7.5 von 10 Punkten.

2 Kommentare zu “Gamescom 2011 – Ein Azubi auf Abwegen

  1. Schade, das ich es dieses Jahr nicht geschafft habe.
    Aber durch diesen Bericht hat man ja fast schon das Gefühl, dabei gewesen zu sein :-)

    Von den fürchterlich lange Wartezeiten hört man ja jedes Jahr. Schade, dass das die Qualität der ganze Veranstaltung so drückt.

  2. Ich hatte vorher schon so eine Ahnung, was die langen Wartezeiten betrifft. Mit meinem Neffen hatte ich am Vorabend seines Gamescom-Besuches einen Fernsehbericht über den Publikumsansturm gesehen. Am meisten hatte uns ein Schild beeindruckt, das neben einer Schlange wartender Menschen aufgestellt war: „Von dieser Stelle aus noch 3 Stunden Wartezeit“ :-)

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